Young 1ove: Ein Projekt, das Leben rettet

Bei der Bekämpfung der HIV/Aids-Epidemie konnte Botswana während der letzten Jahre große Erfolge verbuchen. Im Jahr 2002 startete Botswana als erstes Land in Afrika ein Programm, das HIV-Infizierte mit einer kostenlosen antiretroviralen Therapie versorgte.

Die Strategie zeigte großen Erfolg und diente anderen Ländern der Region als Vorbild. Neuinfektionen sanken seit 2005 von 15.000 auf 9.700 in 2015. Die Zahl der Aids-bedingten Todesfälle ging im gleichen Zeitraum von 14.000 auf 3.200 zurück. Dennoch hat Botswana noch immer eine der höchsten HIV/Aids-Raten der Welt.

Um Jugendliche über die Gefahren aufzuklären, wurde die Nichtregierungsorganisation „Young 1ove“ gegründet. Ein Schwerpunkt ist das „Sugar Daddies“-Programm, das über die Risiken von generationsübergreifendem Sex aufklärt. Als Sugar Daddies werden ältere Männer bezeichnet, die eine sexuelle Beziehung mit jungen Mädchen eingehen, denen sie im Gegenzug Schulgebühren, Essen oder Kleidung bezahlen. Dadurch kommt es immer wieder zu Neuinfektionen und ungewollten Schwangerschaften.

Young 1ove setzt auf ausgebildete junge Peers, die Präventionskurse an Schulen durchführen. „Man kann nicht alte Beamte losschicken, um Jugendliche über Sex und stigmatisierte Themen aufzuklären. Das funktioniert nicht“, so die NGO. Bereits über 32.000 Jugendliche hat Young 1ove auf diese Weise erreicht. In Kenia konnte die Zahl an ungewollten Schwangerschaften durch ein solches Programm um 28 Prozent innerhalb eines Jahres reduziert werden.

http://www.young1ove.org/

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