Tansanische Bauern kämpfen um ihre Landrechte – mit Erfolg

Das ostafrikanische Tansania hat aufgrund seiner riesigen Landfläche finanzstarke Investoren auf den Plan gerufen. Die einheimischen Bauern verfügen nur in seltenen Fällen über einen Nachweis für ihren Besitz. Traditionelle Gesetze, die einst das Land der Bauern in den Dörfern schützten, haben an Wirksamkeit eingebüßt. Korrupte Dorfvorsteher verscherbeln kommunales Land immer öfter an ausländische Investoren. Und obwohl die Landvergabe dem staatlichen Tanzania Investment Centre unterstellt ist, verhandeln kapitalkräftige Unternehmen häufig direkt mit den Entscheidungsträgern in den Dörfern.

Doch immer mehr Gemeinden und Einzelpersonen wehren sich und gehen vor Gericht. In Tansania unterstützt die NGO Ujamaa Community Resource Team den Kampf lokaler Gemeinschaften um ihr Land und damit um ihren Lebensunterhalt. Mit Hilfe der NGO wehren sich nun vermehrt Maasai und Hadzabe gegen Vertreibungen, die seit Jahrzehnten stattfinden. Der Widerstand ist von Erfolg gekrönt: Seit 2003 hat das Ujamaa Community Resource Team mehr als 200 000 Hektar Land für die lokalen Gemeinschaften gesichert. Ziel der Organisation ist es, über 970 000 Hektar Land im Norden Tansanias vor der Übernahme durch Investoren zu schützen. „Wir sind zuversichtlich, unser Ziel wie geplant zu erreichen“, sagt Edward Loure, Pionier der Initiative. Für sein Engagement wurde Loure im Jahr 2016 mit dem prestigeträchtigen Goldman Environmental Prize ausgezeichnet.

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