HI_112398_Weisses_Nashorn_Kenia_Credit: Martin Harvey_WWF-Canon

Südafrika: Weniger Wilderei auf Nashörner

Laut einem Bericht des südafrikanischen Umweltministeriums hat die Wilderei auf Nashörner in Südafrika mit 769 getöteten Tieren im letzten Jahr spürbar abgenommen. Das entspricht einem Rückgang von 25 Prozent im Vergleich zu 2017, als noch 1.028 Individuen der beiden afrikanischen Arten illegal getötet wurden. Erstmals seit 2012 liegt die Zahl damit unter der Tausendermarke.

Der World Wide Fund For Nature (WWF) zeigt sich erleichtert über den positiven Trend, möchte jedoch keine Entwarnung geben: „Der deutliche Rückgang der Wilderei ist ein großer Erfolg und zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wichtig ist zu verstehen, ob dieser Trend an der effizienten Wildereiabwehr oder einer sinkenden Nachfrage in Asien liegt. Nur mit der Einstellung des Konsums von Nashorn-Horn können wir verhindern, dass sich dieser Trend wieder umkehrt und das Überleben der Arten langfristig sichern“, sagt Katharina Trump, Expertin für illegalen Artenhandel beim WWF Deutschland.

Als wichtigste Ursache der Wilderei gilt die Nachfrage aus Asien, insbesondere in Vietnam und China, wo das Horn der Tiere in der traditionellen Medizin unter anderem als fiebersenkende und krampflösende Arznei gilt, obwohl jegliche wissenschaftliche Nachweise über die Wirksamkeit fehlen. Sogar als Heilmittel gegen Krebs werden die vor allem aus Keratin bestehenden Nashorn-Hörner angepriesen. Daneben gilt es als bedeutendes Statussymbol.

Derzeit leben noch rund 25.000 Nashörner auf dem afrikanischen Kontinent, über 20.000 davon in Südafrika. Als besonders kritisch gilt die Situation der vom Aussterben bedrohten Spitzmaulnashörner, von denen es afrikaweit nur noch gut 5.000 Individuen gibt, knapp 2.000 davon in Südafrika.

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