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Simbabwe: Umdenken bei der Landreform

Vor zwanzig Jahren hat die Landreform der damaligen Regierung unter Präsident Robert Mugabe zur massenhaften Enteignung weißer Farmen geführt. 71.000 Familien wurden umgesiedelt, um die frei gewordenen Ländereien zu bestellen. Seit damals ist es mit der Wirtschaft von Simbabwe steil bergab gegangen. Viele der Bauern waren nicht in der Lage, die Herausforderungen zu stemmen.

Der heute 78-jährige Farmer Rogers Hove, der fruchtbares Ackerland in der Provinz Mashonaland East besitzt, bestätigt im Gespräch mit der Nachrichtenagentur IPS die Probleme: „Ja, ich besitze dieses Land. Aber seit ich es übernommen habe, habe ich nicht viel produziert, weil ich keine Mittel habe, um meine Landwirtschaft richtig zu betreiben.“ Hove macht für die Missstände die Regierung verantwortlich. „Die Regierung hat immer versprochen, uns bei der Verbesserung unserer Landwirtschaft zu helfen“, sagt er. „Aber es haben nur jene profitiert, die die regierende Zanu-PF-Partei unterstützen.“

Rogers Hove und seiner Familie droht nun weiteres Ungemach. Die Regierung unter Präsident Emmerson Mnangagwa hat angekündigt, nicht ausreichend genutztes Land zu übernehmen und es ungeachtet der Hautfarbe an „verdiente Landwirte“ zu vergeben. Allerdings fehlt für dieses Vorhaben noch ein Regierungsbeschluss. In Harare will man zunächst die Ergebnisse eines Audits abwarten, das das Potenzial der geplanten Maßnahme erheben soll.

Mit freundlicher Unterstützung der Nachrichtenagentur afrika.info (https://afrika.info/)