Ruanda wird zum grünen Vorzeigeland

Die Regierung von Ruanda ist für ihre ehrgeizigen Pläne bekannt. Bis ins Jahr 2050 sollen die CO2-Emissionen auf null reduziert werden. Bereits in den letzten Jahren hat die Regierung unter Paul Kagame drastische Maßnahmen zur Bekämpfung der steigenden Umweltbelastung ergriffen: Im Jahr 2008 wurden Plastiktüten verboten. In der Recyclinganlage Enviroserve Rwanda wird Elektroschrott wiederverwertet. Und der Bugesera International Airport soll nach seiner Fertigstellung im Jahr 2020 der erste grüne Flughafen in Afrika sein.

Ebenfalls im Jahr 2020 wird im größten Tal von Ruandas Hauptstadt Kigali ein bislang beispielloser Park für Ökotourismus eröffnet werden. „Nyandungu Urban Wetland“ wird auf einer Gesamtfläche von 134 Hektar Lebensraum für Wildtiere und Freizeitangebote für Einwohner und Touristen schaffen.

Die Mittel für das Prestigeprojekt werden im Rahmen eines bilateralen Abkommens zwischen Ruanda und Italien bereitgestellt. Das Global Green Growth Institute (GGGI) mit Sitz in Seoul leistet technische Hilfe. Durch die Zusammenarbeit mit GGGI soll sichergestellt werden, dass das Projekt den Standards für umweltfreundliches Wachstum entspricht.

Für Ruanda und andere Länder sollte es das erklärte Ziel sein, zu hundert Prozent auf erneuerbare Energie zu setzen und damit die Emissionen auf null zu reduzieren“, sagt Frank Rijsberman, Generaldirektor von GGGI. Für Rijsberman gehört dazu auch die vollständige Umstellung auf Elektromobilität, die seiner Meinung nach bald die günstigste Transportart sein wird.

Mit freundlicher Unterstützung der Nachrichtenagentur afrika.info