Ruanda: App soll Bananen retten

Eine bakterielle Erkrankung namens „Banana Xanthomonas Wilt“ (BXW) richtet in Ruanda enorme Schäden an Bananenplantagen an. Im schlimmsten Fall droht der Verlust aller Bananenstauden und damit ein enormer Ernteausfall. BXW hat weitreichende Folgen für die Bauernfamilien, die vom Bananenanbau leben. In der Region der Großen Afrikanischen Seen mit den Anrainerstaaten Ruanda, Burundi, Uganda, D.R. Kongo, Tansania und Kenia ist der jährliche Pro-Kopf-Bananenkonsum mit 400 bis 600 Kilogramm der höchste der Welt. Die Ernährungssicherheit der Region hängt in hohem Ausmaß von der Bananenproduktion ab.

Eine neue Initiative rückt nun dem Bananen-Killer mit einer mobilen App auf den Leib. Das International Institute of Tropical Agriculture (IITA), Bioversity International, das Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien (IAMO) und die ruandische Regierung machen dabei gemeinsame Sache. Das Investitionsvolumen von 1,2 Millionen Euro wird von internationalen Gebern bereitgestellt. Im Mittelpunkt des Projekts steht der sogenannte „Citizen-Science-Ansatz“, der die Sammlung von Daten durch Bauern vorsieht. Aus den Daten generiert die App in Echtzeit übersichtliche Kartendarstellungen, die über die Verbreitung von BXW und den Schweregrad von betroffenen Anbauflächen Auskunft geben. Dadurch werden andere Bauern gewarnt und können rechtzeitig Vorkehrungen treffen. Das Frühwarnsystem befindet sich derzeit noch in der Pilotphase und wird in acht Bezirken getestet. Bislang wurden 70 Landwirte in der Erfassung von Daten geschult. „Diese Einführung der mobilen Anwendung unterstützt unsere laufenden Bemühungen, die Krankheit bestmöglich und kostengünstig zu bekämpfen“, erklärt Julius Adewopo vom IITA.

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