Rettung für das Nördliche Breitmaulnashorn? Wissenschaftler erzeugen Hybrid-Embryonen

Der Tod von „Sudan“, dem letzten männlichen Nördlichen Breitmaulnashorn der Welt, löste im März große Bestürzung aus. Nur noch zwei Weibchen dieser Art sind weltweit übrig. Sie leben im Ol-Pejeta-Reservat in der Nähe des Mount Kenya.

Aber es gibt Hoffnung, dass die Art doch noch vor dem Aussterben gerettet werden könnte. Wissenschaftler haben jetzt durch künstliche Befruchtung Nashorn-Embryonen erzeugt. Hierfür verwendeten sie Sperma von vier Nördlichen Breitmaulnashörnern, das sie sich bereits zu Lebzeiten der Tiere sicherten und kyrokonservierten, sowie Eizellen von Südlichen Breitmaulnashörnern. Im Labor wurden nun die Hybrid-Embryonen herangezüchtet. Wie wissenschaft.de berichtet, hat man sich bei den Reproduktionstechniken an der Vorgehensweise für Rinder und Pferde orientiert und diese entsprechend angepasst. Um nun Embryonen mit den vollständigen Erbanlagen des Nördlichen Breitmaulnashorns zu züchten, müssen die Forscher den beiden letzten verbliebenen Nashornweibchen im Ol-Pejeta-Reservat Eizellen entnehmen und diese mit dem kyrokonservierten Sperma des Nördlichen Breitmaulnashorns befruchten. Die daraus erzeugten Embryonen könnten den Weibchen dann wieder eingesetzt werden. Die notwendige genetische Vielfalt zum Erhalt der Spezies ist damit allerdings noch nicht hergestellt. An einer Lösung hierfür arbeiten die Wissenschaftler derzeit noch.

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