Ongava Research Centre verzeichnet Erfolge beim Wildtierschutz

Das Ongava Game Reserve gehört zu den größten privaten Wildreservaten in Namibia. Rund 100 verschiedene Säugetierarten sowie zahlreiche Vögel und Reptilien sind in diesem Schutzgebiet beheimatet, darunter auch etliche Arten, die unter strengem Schutz stehen. Um die wissenschaftliche Erforschung und die Dokumentation der Tierbestände in Ongava kümmert sich das privat finanzierte Ongava Research Centre.

Der strenge Schutz macht sich bezahlt: Das Team verzeichnet einen wachsenden Löwenbestand auf dem Gelände des Ongava Game Reserve. Insgesamt leben zwischen 20 und 30 wilde Löwen frei im Reservat. Auch ein brütendes Gaukler Adler-Pärchen gehört zu den Verdiensten des Ongava Research Centre. Experten schätzen, dass der Bestand dieser Vogelart nur noch bei rund einem Viertel der ursprünglichen Verbreitung liegt. Die Gründe dafür sind vielfältig. Einerseits sind die Vögel direkt durch Gift, Fallensteller und Neststörer bedroht, andererseits wirkt sich die veränderte Landschaftsnutzung, unter anderem durch intensive landwirtschaftliche Nutzung der Flächen, indirekt auf die Gaukler aus.

Löwen und Gaukler sind nur zwei der Arten, die im Ongava Game Reserve leben. Eine Übersicht über alle im Wildtierreservat lebenden Tierarten gibt eine Checkliste. Auf ihr können die Gäste abhaken, welche Tiere sie bereits gesehen haben. Zusätzlich können sie bei geführten Touren von den ausgebildeten Führern viel über die verschiedenen Arten und den aufwendigen Wildtierschutz lernen. Außerdem wird darauf geachtet, dass keine Fotos mit Geotagging aufgenommen werden. Anhand der GPS-Koordinaten in den Bildeigenschaften könnten Wilderer die Tiere aufspüren.

Ab Mitte 2018 wird das Ongava Research Centre zudem ein Programm für Schüler und Studenten anbieten, die sich besonders für den Tier- und Naturschutz interessieren.
Weitere Informationen unter www.ongava.com.

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