Sansibars Frauen machen mehr aus Seetang

Der Anbau von Seetang ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor auf Sansibar, dem semi-autonomen Archipel vor Tansania. Pro Jahr werden knapp acht Millionen US-Dollar umgesetzt – etwa die Hälfte bleibt den Produzenten. Nach Angaben der Regierung von Sansibar beschäftigt die Seetang-Industrie 23 000 Bauern, 90 Prozent davon sind Frauen. Jährlich werden über 11 000 Tonnen Tang geerntet und verkauft. Laut dem Handelsministerium von Sansibar zeichnen die Algen für 90 Prozent der maritimen Exporte des Archipels verantwortlich. Getrockneter Seetang ist vor allem als Grundlage für Kosmetikprodukte und Lebensmittel gefragt – die Abnehmer kommen aus Asien, Europa und den USA.

Doch das Geschäft galt lange Zeit als schwierig. Bis vor 13 Jahren gab es nur die Möglichkeit, den Seetang direkt an Exportfirmen zu verkaufen. Die enorme Verhandlungsmacht dieser Unternehmen sorgte allerdings dafür, dass die Produzenten ihre Ernte zu Schleuderpreisen abgeben mussten. Im Jahr 2006 trat die „Zanzibar Seaweed Cluster Initiative“ (ZaSCI) auf den Plan, die gemeinsam vom Institute of Marine Sciences in Sansibar und der Regierung betrieben wird. Durch die Initiative lernten die Bäuerinnen, wie sie Wertsteigerungen für den Seetang erzielen. Rajab Ameir von der ZaSCI bestätigt, dass die kommerzielle Verarbeitung vor Ort die wirtschaftlichen Erträge der Bäuerinnen immens erhöht hat. Als Beispiel nennt er die Produktion von Seetang-Pulver, das mit bis zu fünf US-Dollar pro Kilo gehandelt wird. „Das ist ein großer Wertzuwachs gegenüber dem Verkauf der unverarbeiteten Algen“, so Ameir. Denn für ein Kilo Rohstoff gäbe es nicht einmal 20 US-Cent.

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50 Jahre Unabhängigkeit: König benennt Swasiland um

Am 6. September feierte Swasiland seine 50-jährige Unabhängigkeit. Bereits im April hatte König Mswati III. angekündigt, das Land umzubenennen und ihm seinen alten Namen „eSwatini“ zurückzugeben. Damit „wolle er ein Relikt der Kolonialzeit beseitigen“, wird Mswati in einem Bericht der Deutschen Welle zitiert, denn die bisherige Bezeichnung „Swasiland“ geht auf die Kolonialzeit zurück. Der Name „eSwatini“ sei in der Bevölkerung „schon immer benutzt worden“, heißt es in dem Artikel weiter, daher seien viele mit der Umbenennung einverstanden. Auch Staaten wie Simbabwe (vormals Rhodesien) und Burkina Faso (Obervolta) hatten ihre Namen geändert, um nach der Kolonialzeit neu zu beginnen.

Made in Africa: Freihandelsabkommen kommt in die Spur

In Afrika soll der größte Binnenmarkt der Welt entstehen. Im Endausbau soll das Afrikanische Kontinentale Freihandelsabkommen (AfCFTA) 55 Mitgliedsstaaten und einen Markt von 1,2 Milliarden Menschen mit einem kombinierten Bruttoinlandsprodukt von 2,5 Millionen US-Dollar umfassen. Die Wirtschaftsmission der Vereinten Nationen für Afrika (ECA) rechnet vor, dass durch das AfCFTA der innerafrikanische Handel bis zum Jahr 2020 um 52,3 Prozent steigen würde.