Ghaub setzt auf Farm-to-Table

Das Naturreservat Ghaub in den zerklüfteten Otavi-Bergen gehört zu den fruchtbarsten Regionen Namibias. Wasser gibt es im Überfluss, der Boden ist mineralreich und die Temperaturen sind günstig. Diese natürlichen Vorzüge möchte Ghaub nun für die Produktion von Obst und Gemüse aus eigenem Anbau nutzen.

Landreform in Namibia: Änderungen beschlossen

Auf der zweiten nationalen Landkonferenz haben die über 800 Delegierten Anfang Oktober 2018 in friedlicher Atmosphäre entscheidende Änderungen für die Landreform beschlossen – alles im Rahmen der Gesetze. Das in der Verfassung verankerte Grundrecht auf Besitz bleibt im Prinzip bestehen, jedoch dürfen Ausländer zukünftig keine privaten Immobilien mehr in Namibia besitzen. Namibische Staatsbürger dürfen in Zukunft nur eine einzige Farm besitzen. Bevölkerungsgruppen, die während der deutschen Kolonialzeit und der jahrzehntelangen südafrikanischen Fremdherrschaft Land verloren haben, sollen nun bei Ansiedlungsprogrammen bevorzugt werden. Präsident Hage Geingob hat weißen namibischen Staatsbürgern versichert, dass sie „sicher und willkommen“ in Namibia seien und sich „nicht schuldig für die koloniale und rassistische Brutalität der Vergangenheit fühlen müssen“.

Vollständige Meldung unter:

https://namibiafocus.com/namibias-landreform-nimmt-tempo-auf/

Sansibars Frauen machen mehr aus Seetang

Der Anbau von Seetang ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor auf Sansibar, dem semi-autonomen Archipel vor Tansania. Pro Jahr werden knapp acht Millionen US-Dollar umgesetzt – etwa die Hälfte bleibt den Produzenten. Nach Angaben der Regierung von Sansibar beschäftigt die Seetang-Industrie 23 000 Bauern, 90 Prozent davon sind Frauen. Jährlich werden über 11 000 Tonnen Tang geerntet und verkauft. Laut dem Handelsministerium von Sansibar zeichnen die Algen für 90 Prozent der maritimen Exporte des Archipels verantwortlich. Getrockneter Seetang ist vor allem als Grundlage für Kosmetikprodukte und Lebensmittel gefragt – die Abnehmer kommen aus Asien, Europa und den USA.

Doch das Geschäft galt lange Zeit als schwierig. Bis vor 13 Jahren gab es nur die Möglichkeit, den Seetang direkt an Exportfirmen zu verkaufen. Die enorme Verhandlungsmacht dieser Unternehmen sorgte allerdings dafür, dass die Produzenten ihre Ernte zu Schleuderpreisen abgeben mussten. Im Jahr 2006 trat die „Zanzibar Seaweed Cluster Initiative“ (ZaSCI) auf den Plan, die gemeinsam vom Institute of Marine Sciences in Sansibar und der Regierung betrieben wird. Durch die Initiative lernten die Bäuerinnen, wie sie Wertsteigerungen für den Seetang erzielen. Rajab Ameir von der ZaSCI bestätigt, dass die kommerzielle Verarbeitung vor Ort die wirtschaftlichen Erträge der Bäuerinnen immens erhöht hat. Als Beispiel nennt er die Produktion von Seetang-Pulver, das mit bis zu fünf US-Dollar pro Kilo gehandelt wird. „Das ist ein großer Wertzuwachs gegenüber dem Verkauf der unverarbeiteten Algen“, so Ameir. Denn für ein Kilo Rohstoff gäbe es nicht einmal 20 US-Cent.

Vollständige Meldung unter:

https://afrika.info/newsroom/tansania-sansibars-frauen-machen-mehr-aus-seetang/