Uganda: Medien unter Druck

In sozialen Medien kursiert seit August ein erschreckendes Video: Es zeigt Militärangehörige, die auf den Reuters-Fotografen James Akena mit Stöcken einprügeln. Akena erlitt tiefe Schnittwunden am Kopf und Verletzungen an Händen und Hals. Er musste im Krankenhaus versorgt werden. James Akena hatte bei Demonstrationen gegen die Verhaftung des populären Musikers und Politikers Robert Kynangulanyi fotografiert. Besser bekannt ist Kynangulanyi unter seinem Künstlernamen Bobi Wine. Eine Woche nach der Attacke sagte Präsident Yoweri Museveni zu Parlamentsabgeordneten, dass die Soldaten Akena für einen Dieb gehalten hätten.

Robert Sempala, Exekutivdirektor des Human Rights Network for Journalists-Uganda (HRNJ-Uganda), schenkt solchen Rechtfertigungsversuchen wenig Glauben. Er verfolgt die Angriffe von Militärs und Polizei auf Medienmitarbeiter mit Argusaugen. Trotz gegenteiliger Behauptungen der Armee werde immer wieder Gewalt ausgeübt, so Sempala. Im Zeitraum von 20. August bis 22. September hat HRNJ-Uganda 30 Prügelattacken auf Journalisten registriert. Die Regierung in Kampala versucht indes, mit der Verschärfung von Gesetzen unliebsamer Berichterstattung vorzubeugen. Die staatliche Medienbehörde Uganda Communications Commission (UCC) veröffentlichte neue Richtlinien, welche die Pressefreiheit dramatisch einschränken. So hat die UCC am 19. September eine Direktive für Radio- und Fernsehsender herausgegeben, die sie daran hindern sollte, die Rückkehr von Bobi Wine nach Uganda live zu übertragen. Die meisten Anstalten befolgten die Anweisung.

Auch ausländische Journalisten werden zunehmend in ihrer Berichterstattung behindert. § 29 (1) des Presse- und Journalistengesetzes setzt eine staatliche Akkreditierung von Medienmitarbeitern aus dem Ausland voraus. Die Foreign Correspondents’ Association of Uganda (FCAU) nannte am 12. September zehn Journalisten, denen keine Akkreditierung erteilt worden war, obwohl sie alle Anforderungen erfüllt hatten.

Vollständige Meldung unter:

https://afrika.info/newsroom/uganda-soldaten-verpruegeln-journalisten/

Ghaub setzt auf Farm-to-Table

Das Naturreservat Ghaub in den zerklüfteten Otavi-Bergen gehört zu den fruchtbarsten Regionen Namibias. Wasser gibt es im Überfluss, der Boden ist mineralreich und die Temperaturen sind günstig. Diese natürlichen Vorzüge möchte Ghaub nun für die Produktion von Obst und Gemüse aus eigenem Anbau nutzen.

Landreform in Namibia: Änderungen beschlossen

Auf der zweiten nationalen Landkonferenz haben die über 800 Delegierten Anfang Oktober 2018 in friedlicher Atmosphäre entscheidende Änderungen für die Landreform beschlossen – alles im Rahmen der Gesetze. Das in der Verfassung verankerte Grundrecht auf Besitz bleibt im Prinzip bestehen, jedoch dürfen Ausländer zukünftig keine privaten Immobilien mehr in Namibia besitzen. Namibische Staatsbürger dürfen in Zukunft nur eine einzige Farm besitzen. Bevölkerungsgruppen, die während der deutschen Kolonialzeit und der jahrzehntelangen südafrikanischen Fremdherrschaft Land verloren haben, sollen nun bei Ansiedlungsprogrammen bevorzugt werden. Präsident Hage Geingob hat weißen namibischen Staatsbürgern versichert, dass sie „sicher und willkommen“ in Namibia seien und sich „nicht schuldig für die koloniale und rassistische Brutalität der Vergangenheit fühlen müssen“.

Vollständige Meldung unter:

https://namibiafocus.com/namibias-landreform-nimmt-tempo-auf/