Ewans_Silberberger_0199

Armut in Afrika bekämpfen – junge Menschen und Frauen besser in den Arbeitsmarkt integrieren

Die Uni Witten/Herdecke und die Covenant University in Nigeria erforschen gemeinsam die Wertschöpfungsketten in der Landwirtschaft in Sub-Saharan Afrika

Wie können junge Menschen und Frauen, die in Nigeria in besonderem Maße von Armut betroffen sind, besser in den Arbeitsmarkt integriert werden? Welche Rolle spielen dabei die Wertschöpfungsketten in der Landwirtschaft? „Die dortigen Wertschöpfungsketten sind zerstückelt. Die Produktion ist deshalb nicht rentabel genug, um den in diesem Sektor Beschäftigten ein ausreichendes Einkommen zu bieten. Und das sind hauptsächlich Frauen und junge Menschen“, erläutert Jun.-Prof. Magdalene Silberberger die Grundproblematik. Wie also können die Wertschöpfungsketten in der nigerianischen Landwirtschaft besser integriert werden, um den hier Beschäftigten ein besseres und vor allem stabileres Einkommen zu sichern?

Tansania: Ein Land auf der Suche nach Touristen

Joseph Makundi versteht die Welt nicht mehr. „Aber ihr seid doch auch hier. Seid nicht krank, lebt euer Leben, genießt Tansania. Warum kommen dann keine Touristen?“, sagt er zu den Wazungu, den Weißen, die seit Jahren im Land leben und arbeiten. Es ist für den Mittdreißiger ein Rätsel ist, wie jemand Angst haben kann, hierher zu kommen. „Das Virus ist doch überall auf der Welt. Und die Menschen schützen sich mit sozialer Distanz und Hygiene. Das kann man doch auch hier, im Urlaub“, ist er überzeugt. Gemeinsam mit seinem Bruder Conrad betreibt er ein kleines Tourunternehmen und kann derzeit nur überleben, weil er immer auf dem Boden geblieben ist und sein Geschäft nicht auf Kredit betreibt. Und er hat Glück, dass seine Gäste durchweg Verständnis zeigten und nicht darauf bestanden haben, ihr Geld wiederzubekommen. Denn Tansania lockt nach wie vor. Wenn nicht heute, dann morgen.

Credit: KPRN

KPRN network gibt Afrika eine Stimme: www.voice4africa.de – Neue Website soll Afrika-Tourismus stärken

Als ärmster Kontinent der Welt ist Afrika schwer von der Corona-Krise betroffen. Vor allem Länder, die stark vom Tourismus abhängig sind, spüren die Konsequenzen des Reisestillstands und fehlender Einnahmen. Hier setzt VOICE4AFRICA an. Die neue Initiative der PR- und Kommunikationsagentur KPRN network möchte mit der Web-Plattform www.voice4africa.de transparente Informationen rund um das Thema Afrika-Urlaub bereitstellen, Inspiration für eine Reise auf den schwarzen Kontinent geben und Reisende bei der Planung ihres Afrika-Urlaubs unterstützen. Ein weiteres, großes Anliegen ist das Fordern differenzierter Reisehinweise, die den Vorsorge-Maßnahmen von lokalen Veranstaltern und Hotels Rechnung tragen.

Auf www.voice4africa.de können Urlauber aktuelle Reisehinweise für eine Vielzahl afrikanischer Länder abfragen. Die Website soll im nächsten Schritt mit weiteren Informationen gefüllt werden. Afrika-Spezialisten und Stakeholdern gibt VOICE4AFRICA die Möglichkeit, gemeinsam zu agieren, um Afrika aus der momentanen Krise zu helfen und langfristig als begehrte Fernreise-Destination zu positionieren.

„Wir haben mit dem Ziel, den Tourismus in Afrika zu schützen und diesen nach der Krise wieder anzukurbeln, eine Task Force gegründet. VOICE4AFRICA geht es vor allem um Nachhaltigkeit, den Schutz der afrikanischen Wildnis und die Sicherung von Millionen Arbeitsplätzen und Existenzen in den bei deutschen Urlaubern beliebten afrikanischen Reisedestinationen. Denn ohne die Einnahmen aus dem internationalen Tourismus können Nationalparks nicht mehr ausreichend geschützt werden. Ein Sozialsystem, das die vielen direkt und indirekt vom Tourismus lebenden Menschen auffängt, gibt es in fast keinem der Länder“, erläutert Hanna Kleber, Initiatorin des Projekts.

„Für uns ist es eine Herzensangelegenheit, den Menschen vor Ort zu helfen und die Kräfte aller mit dem Afrika-Tourismus verbundenen Verantwortlichen zu bündeln. Dazu gehören in Deutschland, Österreich und der Schweiz vor allem mittelständische Spezialveranstalter. Sie setzten sich häufig für einen nachhaltigen Tourismus in Afrika ein und kennen die Partner vor Ort persönlich“, so Hanna Kleber. „Zu unseren aktuellen Partnern gehören Abendsonne Afrika, Bush Legends, Chamäleon Reisen, Diamir Erlebnisreisen, Geo Reisen, Kneissl Touristik, Let´s Go Tours und Private Safaris.“

VOICE4AFRICA kann auf ein breites Netzwerk aus Medien, Botschaften, Fluggesellschaften, Reiseveranstaltern, Fremdenverkehrsämtern und Verbänden zählen. Die aktuellen Einreisebeschränkungen aufgrund von Covid-19 werden noch einige Zeit den touristischen Verkehr bestimmen. Umso wichtiger ist es jetzt, im Sinne von „dream now, travel later“ die Aufmerksamkeit für Afrika hoch zu halten. Alle Partner von VOICE4AFRICA zeichnen sich vor allem durch ihre langjährige Expertise und Leidenschaft für den schwarzen Kontinent aus. Das gemeinsame Ziel ist es, den Tourismus nach Afrika zu fördern, zu Krisenzeiten, aber auch danach.

In weiterer Folge plant VOICE4AFRICA die Website mit weiteren Informationen auszubauen sowie einen Reiseblog, Kooperationen mit Medienpartnern, Pressereisen und eigene Social Media-Kanäle, um zusätzliche Inspirationen in den deutschsprachigen Märkten zu schaffen, die den Tourismus in Afrika bestmöglich unterstützen.

Weitere Informationen unter www.voice4africa.de.