Namib-Naukluft Park Credit: Jürgen Götz

Namibias Nationalparks – einmalige Naturerlebnisse und unglaubliche Artenvielfalten

Als erster Staat weltweit hat Namibia den Naturschutz in seiner Verfassung verankert. Neben dem Artenschutz ist auch der Schutz geschlossener Gebiete wichtiges Ziel. Dabei wird zwischen Game Parks, Nature Reserves und Nationalparks unterschieden. Nationalparks befinden sich auf staatlichem Land und werden durch das Ministry of Environment and Tourism (MET) kontrolliert und verwaltet. Sie sind mit Wildreservaten, Transfrontier Parks, Hegegebieten und Tourismus-konzessionen verbunden und Teil eines Netzwerks, das sich über 43 Prozent des Landes erstreckt.

Der bekannteste Nationalpark im Norden Namibias ist der Etosha National Park, in dem vier der „Big Five“ (Elefant, Nashorn, Löwe und Leopard) leben. Der Etosha National Park ist einer Größe 22.912 km² und mit 114 Tier- und 340 Vogelarten eines der artenreichsten Gebiete in ganz Namibia. Das Herzstück des Parks ist die 4.730 km2 große Etosha-Pfanne. Die heutige Salzpfanne war ursprünglich ein See, der vor zwei bis zehn Millionen Jahren nach und nach austrocknete. Die Tiere sind den Großteil des Jahres auf die 86 Wasserlöcher angewiesen, da in der trockenen Region kaum dauerhafte Wasserstellen zu finden sind. Dadurch bieten sich fabelhafte Möglichkeiten, um die Tiere aus dem Fahrzeug heraus zu beobachten. Von Mai bis September ist die beste Zeit für Tierbeobachtungen, da sich die Tiere an den Wasserstellen sammeln. Im Sommer überzieht den Park ein grüner Schleier. Da in den Pfannen dann reichlich Wasser vorhanden ist, sind zudem zahlreiche Flamingos und andere Wasservögel zu sehen.

Mit 49.768 km2 ist der Namib-Naukluft Park der größte Nationalpark Namibias und bietet eine besonders beeindruckende Vielfalt. Einer der landschaftlichen Höhepunkte des Namib-Naukluft Park ist das Sossusvlei, eine Salz-Ton-Pfanne, welche von gigantischen Sanddünen umschlossen ist. Das Deadvlei mit den toten Akazienbäumen ist die berühmteste Pfanne und ein begehrtes Fotomotiv. Bei Sonnenauf- und Sonnenuntergang bietet sich zudem ein faszinierendes Schauspiel, wenn sich die Farben der Dünen von Terrakotta über Orange bis hin zu Tiefrot ändern und einen einzigartigen Kontrast zu den weißen Pfannen bilden. Ein weiteres Highlight ist der Sesriem Canyon. Die 30 Meter tiefe Schlucht ist ein beliebtes Ausflugsziel. Die Berge des zerklüfteten Naukluft-Gebirges am Ostrand der Namib erheben sich bis zu 2.000 Meter über das Hochland und sind Anziehungspunkt für Wander- und Sportbegeisterte. Charakteristisch sind die schroffen Hänge, tiefen Schluchten und paradiesisch grünen Täler mit sprudelnden Quellen. Auch der Welwitschia-Trail durch die Mondlandschaft östlich von Swakopmund gehört zum Gebiet des Parks. Im Norden des Namib-Naukluft Park südlich von Walvis Bay liegt Sandwich Harbour. Die Bucht bietet über hunderttausenden Vögeln einen Lebensraum, darunter Flamingos, Kormorane, Pelikane und andere Seevögel. Zu den weiteren Nationalparks in Namibia zählen u.a. der Khaudum National Park, eines der unberührtesten Wildschutzgebiete und touristisch eher unerschlossen, der Mudumu National Park im Norden Namibias, der Nkasa Rupara National Park, ein geschütztes Sumpfgebiet im südlichsten Abschnitt der Zambezi Region, der Bwabwata National Park im westlichen Teil der Zambezi Region , der Dorob National Park in der Gegend um Walvis Bay und Swakopmund sowie der /Ai-/Ais-Richtersveld Transfrontier Park, der aufgrund seines Zusammenschlusses mit Südafrikas Richtersveld National  zum ersten länderübergreifende Nationalpark Namibias wurde.

Mehr Informationen zu Namibias Nationalparks unter www.nacso.org.na/national-parks.
Weitere Informationen zu Namibia sind unter www.namibia-tourism.com abrufbar.

Bild Credit: Jürgen Götz

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