Peter Tabichi The Varkey Foundation www.globalteacherprize.org_CC BY-SA 4.0

Bester Lehrer der Welt kommt aus Kenia

Der kenianische Lehrer und Franziskanermönch Peter Tabichi hat den mit einer Million US-Dollar dotierten „Global Teacher Prize“ der Varkey Foundation gewonnen. Tabichi ist der erste Afrikaner, der die begehrte Auszeichnung „Bester Lehrer der Welt“ entgegennehmen konnte.

Tabichi unterrichtet Mathematik und Physik an der schlecht ausgestatteten Keriko Secondary School im Dorf Pwani im Nakuru County nordwestlich der Hauptstadt Nairobi. Beim Global Teacher Prize ging der 36-jährige Franziskanermönch als Sieger unter zehn nominierten Kandidaten hervor. Die Bekanntgabe erfolgte durch den australischen Schauspieler und Golden-Globe-Preisträger Hugh Jackman in Dubai.

Ich kann es gar nicht glauben“, sagt Tabichi gegenüber der Nachrichtenagentur IPS. „Das ist eine enorme Motivation für alle Lehrer in Kenia, Afrika und dem Rest der Welt. Es zeigt, dass der Lehrerberuf der beste Beruf ist. Und ich werde durch meinen Unterricht auch weiterhin Veränderungen herbeiführen.“

Tabichi wurde vor allem für sein vorbildliches Engagement und seinen unerschütterlichen Glauben in das Talent seiner Schüler gewürdigt. In Kenia hatte es der 36-Jährige schon zuvor zu einem hohen Bekanntheitsgrad gebracht: Seine Schüler waren bei nationalen Wissenschaftswettbewerben immer wieder als Sieger hervorgegangen und hatten sich dabei häufig gegen Mitbewerber von den besten kenianischen Schulen durchgesetzt.

Der Franziskanermönch spendet achtzig Prozent seines Einkommens an die ärmsten Schüler. 95 Prozent seiner Schützlinge stammen aus armen Familien, fast ein Drittel sind Waisenkinder oder haben nur einen Elternteil. Täglich ist er mit Problemen wie Drogenmissbrauch oder Schwangerschaften im Teenager-Alter konfrontiert.

Sein Arbeitsumfeld ist alles andere als ideal. Das Schüler-Lehrer-Verhältnis an der Keriko Secondary School beträgt 58:1. Es steht nur ein Computer zur Verfügung, die Internetverbindung ist schwach. Dennoch hat Tabichi enorme Verbesserungen herbeigeführt. In den letzten drei Jahren hat sich die Zahl der Aufnahmen auf 400 Schüler verdoppelt.