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Kenia: Siemens Stiftung gründet afrikanisches Sozialunternehmen

Die Siemens Stiftung hat die WE!Hub Victoria Ltd mit Sitz in Kisumu, Westkenia, gegründet. Entlang der Küste des Viktoriasees wird das Sozialunternehmen an innovativen Lösungen zur Trinkwasser- und Energieversorgung arbeiten. Gleichzeitig kommen neu entwickelte elektrische Fahrzeuge erstmals im ländlichen Afrika zum Einsatz. Sie sollen zusammen mit sozialen und ökologischen Geschäftsmodellen die Lebensbedingungen der Menschen vor Ort verbessern, Jobs schaffen und neue wirtschaftliche Perspektiven eröffnen.

Unter dem Geschäftsnamen „WeTu“, Swahili für „unseres“, startet das neue Stiftungs-Unternehmen mit 14 Mitarbeitern an sieben Standorten entlang des Viktoriasees. Das Kerngeschäft basiert auf dem Vertrieb von sauberem Trinkwasser, dem Verleih von eigens entwickelten solarbetriebenen Fischerlaternen sowie der Bereitstellung von E-Mobility-Lösungen. Begleitet wird dies mit Trainings- und Schulungsmaßnahmen für Hygiene und Gesundheit, für Buchhaltung und Geschäftsprozesse, sowie für den Auf- und Ausbau technischer Fähigkeiten. Zielsetzung ist es, das operative Geschäft sowie Wartung und Instandhaltung der technischen Anlagen nachhaltig aus den Einkünften finanzieren zu können. Mögliche Gewinne bleiben im Unternehmen und dienen dem weiteren Ausbau mit einer damit einhergehenden Verstärkung der positiven gesellschaftlichen Wirkung. Das Unternehmen wird seinen Hauptsitz im neuen Gründerzentrum „LakeHub“ in Kisumu haben, wo lokale digitale Start-Ups ansässig sind. In Kooperation mit diesen Initiativen sollen digitale Anwendungen rund um neue Geschäftsmodelle entwickelt werden.

http://wetu.co.ke/

Südsudan: Ehemalige Rebellen werden Bauern

Eine bemerkenswerte Initiative hat die Allianz für eine Grüne Revolution in Afrika (AGRA) im Südsudan gestartet: Gemeinsam mit der Regierung des Bundesstaates Gbudwe und dem niederländischen Außenministerium werden ehemalige Bürgerkriegskämpfer im Anbau von dürretolerantem Saatgut unterrichtet. Damit soll sowohl die Ernährungssicherheit als auch der Frieden im jüngsten Staat Afrikas unterstützt werden.