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VOICE4AFRICA mit starkem Appell für Reisen nach Afrika

Mit einem starken Auftritt auf dem digitalen Berlin Travel Festival setzte die Task Force VOICE4AFRICA einen Appell für das Reisen nach Afrika. Den Auftakt in die 45-minütige Diskussionsrunde am Samstag den 17.10.2020 machte ein emotionales Video des deutschen Schauspielers und Weltenbummlers Hardy Krüger jr., der mit eindrucksvollen Szenen seiner Afrika-Reisen das Fernweh nach dem schwarzen Kontinent, seinen unendlichen Weiten und wilden Tieren in den Zuschauern weckte. Auf dem Podium appellierten Hanna Kleber, Initiatorin von VOICE4AFRICA, sowie die Afrika-Experten Caspar Venter von Venter Tours und Johannes Soeder von Akwaba Afrika, für eine differenzierte Betrachtung des afrikanischen Kontinents. „Wir müssen in die Verantwortung gehen, wieder nach Afrika zu reisen“, sagt Hanna Kleber.

Tansania: Ein Land auf der Suche nach Touristen

Joseph Makundi versteht die Welt nicht mehr. „Aber ihr seid doch auch hier. Seid nicht krank, lebt euer Leben, genießt Tansania. Warum kommen dann keine Touristen?“, sagt er zu den Wazungu, den Weißen, die seit Jahren im Land leben und arbeiten. Es ist für den Mittdreißiger ein Rätsel ist, wie jemand Angst haben kann, hierher zu kommen. „Das Virus ist doch überall auf der Welt. Und die Menschen schützen sich mit sozialer Distanz und Hygiene. Das kann man doch auch hier, im Urlaub“, ist er überzeugt. Gemeinsam mit seinem Bruder Conrad betreibt er ein kleines Tourunternehmen und kann derzeit nur überleben, weil er immer auf dem Boden geblieben ist und sein Geschäft nicht auf Kredit betreibt. Und er hat Glück, dass seine Gäste durchweg Verständnis zeigten und nicht darauf bestanden haben, ihr Geld wiederzubekommen. Denn Tansania lockt nach wie vor. Wenn nicht heute, dann morgen.

Axt am Weltnaturerbe: Afrikas größtes Schutzgebiet Selous vor Abholzung

Afrikas größtes Reservat und Weltnaturerbe Selous soll nach dem Willen der tansanischen Regierung im großen Stil kahlgeschlagen werden. Auf rund 1.500 Quadratkilometern, was in etwa der doppelten Fläche Berlins entspricht, sollen über 2,6 Millionen Bäume gefällt werden. Laut WWF wäre das ökologisch besonders wertvolle Zentrum des Reservats entlang des Rufiji-Flusses damit quasi vollständig entwaldet. Wie aus offiziellen Dokumenten hervorgeht, hat die Forstbehörde des ostafrikanischen Landes einen Bieterwettbewerb für die Abholzung ins Leben gerufen. Bis Mittwochvormittag, den 16. Mai 2018 waren Unternehmen aufgerufen, ihre Gebote einzureichen.